Schulsozialpädagogik an der Alexander-Coppel-Gesamtschule

Sozialpaed


Die Nachfrage nach Angeboten der Schulsozialarbeit ist angesichts der zunehmenden Komplexität von Erziehung und Bildung in einem dynamischen und leistungsorientierten Schulwesen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Sozialpädagogik am Standort Schule möchte eine Brückenfunktion zwischen den Sozialisationsinstanzen Schule und Familie bilden und dabei insbesondere das Sozialverhalten und die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler fördern.

Die Diplom-Sozialpädagoginnen Frau Starker und Frau Blödorn richten sich mit ihrem Angebot an alle Kinder und Jugendlichen, die unsere Schule besuchen, sowie an deren Familien. Auch die Beratung der Eltern, der Austausch mit dem Kollegium und die Vernetzung mit anderen sozialen Institutionen gehören zu ihren Aufgabenfeldern.

Einen Schwerpunkt des schulsozialpädagogischen Angebotes bildet die Einzelberatung von Schülerinnen und Schülern, die unter persönlichen, schulischen oder familiären Schwierigkeiten leiden und einen Ansprechpartner für ihre Sorgen und Nöte suchen. Darüber hinaus bieten unsere Sozialpädagoginnen fachunabhängige pädagogische Fördergruppen für die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs sowie individuelle Lernberatung an. Zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule organisieren Frau Starker und Frau Blödorn regelmäßig Workshops und Projekte mit Klassen und Schülergruppen u. a. zu den Themen Mädchen- und Jungenförderung, Gewaltprävention, soziale Kompetenz, Selbstbehauptung und Mobbing.

Frau Starker und Frau Blödorn sind täglich unter der Telefonnummer 0212/59984-33 oder per E-Mail zu erreichen: soz-paed@acg.schule. Das Büro der Schulsozialpädagoginnen ist im Gebäude des 5. Jahrgangs zu finden (G-Gebäude, 1. Stock, Raum G 25). Schülerinnen und Schüler, die Frau Starker und Frau Blödorn kennenlernen wollen, sind herzlich in den OMA- und AG-Angeboten der Sozialpädagoginnen willkommen.

Internet-Tipp der Sozialpädagoginnen: www.solive.de (Übersichtliche Gesamtschau der außerschulischen Beratungsangebote in Solingen und Umgebung).


Unser Konzept zur Gewaltprävention


Die Alexander-Coppel-Gesamtschule versteht sich als sozialer Lebens- und Erfahrungsraum, in dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und heranwachsen.

Das primärpräventive Konzept unserer Schule stellt die Kinder und Jugendlichen vor die Herausforderung, Einstellungen und Verhaltensweisen zu entwickeln, die sich an gewaltfreier Konfliktlösung orientieren. Im Vordergrund stehen hierbei die Förderung von Selbstständigkeit und Teamfähigkeit, die Sensibilisierung von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie die Förderung prosozialer Einstellungen und einer konstruktiven Streitkultur.

Angebote:

►Förderung von Kooperation und Teamarbeit:

▪ durch Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften
▪ durch besondere Aktivitäten im Rahmen der jährlich stattfindenden Projektwoche
▪ durch Kleingruppenarbeit im Unterricht
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote
▪ Nutzung der Kletterwand in der Sporthalle (Abenteuersport)


►Stärkung von Fremd- und Selbstwahrnehmung

▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote
▪ durch spezielle Selbstbehauptungskurse für den 5.+6. Jahrgang sowie für die Mädchen des 8. Jahrgangs
▪ im Rahmen der Ausbildung zum/zur Streitschlichter/in
▪ durch körperorientierte Angebote, z.B. Yoga, Tanzen (Tanzpädagogin), Kletterwand

► Körperarbeit

▪ Abbau von Anspannung durch Mittagspausensport, Yoga, Tanz (Tanzpädagogin)
▪ Nutzung der Kletterwand in der Sporthalle (Abenteuersport)

► Stärkung leistungschwächerer Schülerinnen und Schüler

▪ durch fachspezifische Förderangebote
▪ über die Einführung eines Mentorenprogrammes
▪ im Rahmen der Berufsorientierung und- vorbereitung für Jugendliche, deren Abschluss gefährdet ist

► Förderung prosozialer Einstellungen und Verhaltensweisen

▪ durch die Implementierung eines Streitschlichtungs- und Patenangebotes an der Schule
▪ durch Etablierung eines Schulsanitätsdienstes
▪ mittels Durchführung eines Energiesparprojektes („Fifty-Fifty“- AG),
▪ durch die Ausbildung von Schülerlotsen
▪ durch Einführung eines Mentorenprogrammes
▪ durch intensive Pflege von Schulpartnerschaften, regelmäßiger Sponsorenlauf für diePartnerschule in Jinotega
▪ durch das Angebot einer AG „Kontakt zu alten Menschen“
▪ durch das Angebot einer AG „Jüdischer Friedhof“
▪ regelmäßige Besuche des 10. Jahrgangs in Bethel
▪ Verkauf umweltfreundlicher Schul- und Schreibmaterialien im Schulkiosk

► Leistungsunabhängiges positives Erleben von Schule und Freizeit

▪ im Rahmen der angebotenen Arbeitsgemeinschaften (z.B. Musiktheater-AG, Musicaltheater-AG u.v.m.)
▪ durch die Teilnahme an den offenen Mittagspausenangeboten

►Interkulturelle Arbeit

▪ durch intensive Pflege von Schulpartnerschaften (Gouda, Ness-Ziona, Jinotega, Schüleraustausch mit Salamanca)
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote

► Peer-Group-Education

▪ durch die Implementierung eines Streitschlichtungs- und Patenangebotes an der Schule
▪ durch Einführung eines Mentorenprogrammes

► Verbesserung der Konfliktfähigkeit und gewaltfreie Konfliktbearbeitung/Entwicklung einer positiven Streitkultur

▪ durch die Implementierung eines Streitschlichtungsangebotes an der Schule
▪ mittels Durchführung von Klassenratstunden in den einzelnen Schulklassen
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote

► Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Angst, Ärger und Wut

▪ durch Einzelberatung, Eltern- und Familienarbeit
▪ durch die Implementierung eines Streitschlichtungsangebotes an der Schule
▪ durch die Möglichkeit zur Trauerberatung und –begleitung (ausgebildete Trauerbegleiterin)
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote
▪ durch spezielle Selbstbehauptungskurse für den 5.+6. Jahrgang sowie für die Mädchen des 8. Jahrgangs

► Stärkung potentiell gefährdeter Schüler/innen

▪ durch das Angebot eines Mädchentreffs
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote
▪ durch spezielle Selbstbehauptungskurse für den 5.+6. Jahrgang sowie für die Mädchen des 8. Jahrgangs
▪ Aufklärung über Risiken bei der Benutzung von Internet im Fachunterricht Informatik, Besuch eines Theaterstückes über Chancen und Risken des
  Internets mit den Jahrgängen 5 und 7

► Thematisierung von Gewalt

▪ im Rahmen der Projektwochen
▪ im Unterricht
▪ im Rahmen der Streitschlichtung
▪ durch themenzentrierte sozialpädagogische Klassen- und Gruppenangebote
▪ in der Einzelberatung, Eltern- und Familienarbeit, Trauerberatung


Geplante Ergänzungen des Gesamtkonzeptes:

► Einführung eines Jungentreffs
► Durchführung von Anti-Aggressionstrainings
► Konflikttraining mit Eltern

Als sinnvolle Ergänzung dieses primärpräventiven Angebotes sind die zusätzliche Einführung eines Jungentreffs sowie das sekundärpräventive Angebot eines „Coolness- oder Anti- Aggressionstrainings“ als Reaktion auf gewalttätige Vorfälle geplant.

Anlass dieses Vorhabens ist das gut frequentierte geschlechtsspezifische Angebot für Mädchen bei einem festzustellenden Mangel an Angeboten im Rahmen der Jungenförderung.

Um das primärpräventive Konzept auf der Interventionsebene zu erweitern soll das oben genannte sekundärpräventive Angebot ergänzend zum Angebot der Streitschlichtung eingeführt werden. Darüber hinaus ist geplant im nächsten Schuljahr an unserer Schule ein Elterntraining anzubieten, in dem interessierte Eltern unserer Schüler/innen die Möglichkeit haben, zusammen mit den Sozialpädagoginnen die Grundregeln gewaltfreier Konfliktlösung zu trainieren. Schülerinnen und Schüler können so direkt von ihren Eltern Modelle des konstruktiven Umgangs mit Konflikten lernen und auf ihren sozialen Umgang in der Schule übertragen.

Frau Starker
Diplom-Sozialpädagogin
Diplom-Tanzpädagogin

Frau Blödorn geb. Opfer
Diplom-Sozialpädagogin
Systemische Familientherapeutin