Das Fach Geschichte

Unter dem folgenden Link sind die für den jeweiligen Jahrgang gültigen Abiturvorgaben für das Fach Geschichte des Ministeriums zu finden:
http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=12


Ein weiterer (wichtiger!) Link führt zu den gültigen Operatoren. Dies sind handlungsinitiierende Verben, die signalisieren, welche Tätigkeiten beim Lösen von Prüfungsaufgaben erwartet werden. In der Regel sind sie den einzelnen Anforderungsbereichen zugeordnet. Einige Operatoren haben integrierenden Charakter, beinhalten in sich ohne weitere Differenzierung alle drei Anforderungsbereiche und formulieren übergeordnete Prüfungsaufgaben, die durch untergeordnete Teilaufgaben ergänzt werden können:
http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/getfile.php?file=489



Eine Definition des Historikers K.Bergmann veranschaulicht, was Geschichte und folglich auch Geschichtsunterricht im Wesentlichen ausmacht:

„Geschichte ist eine Erinnerung an Vergangenes, das im Wesentlichen vor unserer Lebensgeschichte geschehen ist."  (Zit. Nach: K.Bergmann/Rita Rohrbach, Chance Geschichtsunterricht, Schwalbach 2005, S.12)

Hier wird deutlich, dass der Geschichtsunterricht in der SII also keineswegs einen (niemals erreichbaren) kompletten Abriss der Weltgeschichte vermittelt, sondern dass Ausschnitte von erinnerter Vergangenheit untersucht werden. Diese Auswahl von Ausschnitten soll natürlich möglichst vielfältig sein und differenzierte Antworten auf unsere Fragen an die Vergangenheit geben.

Folglich wird deutlich, dass also unser eigenes Interesse, unsere eigene Fragehaltung, eine zentrale Rolle spielen. Aber auch die von uns untersuchten Quellen spiegeln immer etwas Subjektives wider, nämlich die Intention eines Verfassers, eines Redners, eines Künstlers zu seiner Zeit, unter seinen Lebensumständen. Nur eine gründliche Analyse solcher sprachlicher oder nicht-sprachlicher Quellen (z.B. politische Reden, Streitschriften, Tagebücher, Zeitungsartikel, Karikaturen, Denkmäler) verhilft uns zu den erhofften Antworten. Unsere eigenen Fragen orientieren sich im weitesten Sinne an unserer eigenen Identität, vor allem als Mitglieder einer „Gruppe" (Deutsche, Westeuropäer, Christen, Muslime, Männer, Frauen...). Uns interessieren hier oft die Entstehungsbedingungen, Motive, ideologische Positionen und Entwicklungen bzw. deren Ursachen. Eine rein personalisierte Geschichtsbetrachtung („Helden", „Monster") würde hier den Erkenntnisprozess blockieren, was aber nicht bedeutet, dass nicht auch historische Persönlichkeiten in ihrer Bedeutung für bestimmte historische Entwicklungen untersucht werden.

Der Unterricht in der SII verlangt natürlich auch die (zumindest ansatzweise) kritische Auseinandersetzung mit modernen Deutungen historischer Fragestellungen, also mit mehr oder weniger wissenschaftlichen Texten aus der Sekundärliteratur, z.B. Aufsätzen von Historikern oder Zeitschriftenartikel zu einem auch für interessierte Laien wichtigen Thema. Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler methodische Schritte kennen, die an unterrschiedlichsten Materialien eingeübt werden und die in den Klausuren überprüft werden.

Die eigene historische Recherche bei Referaten oder bei der Facharbeit wird erwartet. Geschichte wird in der Jahrgangsstufe 11 dreistündig unterrichtet, in der Qualifikationsphase kann es als fünfstündiger Leistungskurs oder als dreistündiger Grundkurs gewählt werden

Lebendig wird dieser Unterricht vor allem, wenn Schülerinnen und Schüler tatsächlich ihre eigenen Fragen, Impulse und Gedanken einbringen, weil sie dann den Unterricht mit - gestalten. Trotz der fachlichen Vorgaben für das Zentralabitur spielt das Engagement der Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Rolle für einen abwechselungsreichen und „erkenntnisreichen" Unterricht.

Schulinternes Curriculum Geschichte SII EF

Schulinternes Curriculum Geschichte SII Q1/Q2 Leistungskurs

Schulinternes Curriculum Geschichte SII Q1/Q2 Grundkurs