Das Fach Kunst

An unserer Schule wird das Fach Kunst in der Oberstufe dreistündig unterrichtet. Wir  fördern sowohl den Ausbau von individuellen Interessen als auch den Ausbau eines soliden handwerklichen, kunsthistorischen und methodischen Fundaments.

In einem künstlerischen Prozess entstehen Bilder und Objekte, wir betrachten diese und wir denken immer wieder darüber nach, welche Bedeutung Kunst (im engeren Sinne: Bilder) für uns und unser Leben heute hat. Darüber hinaus stellen wir künstlerische Exponate in einen kunsthistorischen Diskurs und klären darüberhinaus die Bedeutung und Funktion künstlerischer Exponate  in anderen Epochen. 

Der Begriff „künstlerische Exponate" steht hier für Kunstwerke aller Art, so für die  Zeichnung, die Malerei (siehe Selbstbildnis Dürers), die Druckgrafik, die inszenierte Fotografie (siehe fotografisch nachgestellte Szenen zur Thematik „Caravaggio") und die Collage. Auch das dreidimensionale Bild in Form von Plastiken, Installationen (auch Video) und Skulpturen ist hiermit gemeint. Die Alltagsbildwelt beschäftigt uns auch, etwa indem wir aktuelle Werbung oder Fotografien mit historischen Kunstwerken vergleichen und untersuchen, welche Botschaften ihnen gemeinsam sind.

Die Einführung in die Bildanalyse ist ein Schwerpunkt der Jahrgangstufe 11, sowohl in der ikonografischen als auch in der perzeptiven Rezeption.  Die Kunstepochen ausgehende Gotik, Renaissance sowie Manierismus und  Barock sind hier Thema.

In der Jahrgangstufe 12 werden diese Kenntnisse zu Methoden der Kunstwissenschaft, über Künstler und Kunstepochen  vertieft und  neue Bezüge hergestellt. Jetzt interessieren der Beginn der Moderne, der Expressionismus, Impressionismus und schließlich die Pop-Art.

Die Reflexion über den eigenen Gestaltungsprozess ist ebenso wichtig wie die Gestaltung an sich. In der einzelnen Beratung, aber auch in der Verschriftlichung von Reflexionen, Ideensammlungen etc. wird das fachliche Fundament gelegt, um auch kunstgeschichtliche Bilder angemessen zu besprechen und zu deuten.

Die Betrachtung des Originals hat einen hohen Stellenwert. Daher finden regelmäßig schulische und auch darüber hinausgehende Exkursionen zu Ausstellungen  und verschiedenen Bauwerken statt. (Museum Baden, Kunstakademie Düsseldorf, Wallraf-Richartz Museum in Köln, Kölner Dom, Rijksmuseum Amsterdam und andere)

Wir sind besonders gefragt, wenn es um die Kooperation mit dem Fach Literatur in der Jgst. 12 geht und stehen auch seit Neuestem in engem Kontakt zum Fach Sport. (z. B. der Karneval der Tiere, siehe kostümiertes Gruppenportrait). Im Sinne des fächerverbindenden Lernens und Kooperierens arbeiten wir dann in den praktischen Phasen eng mit dem jeweils anderen Kurs zusammen und innerhalb des Kurses auch phasenweise in Gruppen an der Umsetzung von größeren Objekten, Kostümen etc.

Ein Spruch von Karl Valentin besagt „ Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit." Bilder zu machen kann Spaß machen, das kann einem leicht von der Hand gehen. Wenn es aber einmal nicht leicht von der Hand geht und keinen Spaß macht, sondern anstrengt und Durchhaltevermögen verlangt, gerade dann entstehen oft die beachtlichsten Produkte und auch beim Bilderbetrachten und Analysieren die schönsten „Aha" -Erlebnisse. Kurz: Wir trainieren Kreativität, verstanden als hartnäckiges Verfolgen eigener Ideen und  dem Hinterfragen von Bestehendem. In diesem Unterricht können Interessen wachsen, die zu sehr unterschiedlichen Berufen auch aus der Fülle der kreativen Berufe führen.

Kunst ist aber nicht Beruf oder Berufung, sondern ein alltäglicher Teil unseres gemeinsamen Lebensraumes an unserer Gesamtschule. Wir sind besonders gefragt, wenn es um die Kooperation mit dem Fach Literatur oder Musik in der Jgst. 12 geht und stehen auch seit Neuestem in engem Kontakt zum Fach Sport. Im Sinne des fächerverbindenden Lernens und Kooperierens arbeiten wir in den praktischen Phasen eng mit dem jeweils anderen Kurs zusammen und an der Umsetzung von größeren Objekten, Bühnenbildern, Kostümen etc.

Innerhalb des gesamten Gebäudes werden stets neueste Arbeiten aus dem Unterricht veröffentlicht, um den Schülern eine Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten einem Publikum zu stellen. Auch im Eingangsbereich des Sekretariats sowie im Lehrerzimmer zeigen Kunstwerke von verschiedenen Solinger Künstlern, dass Kunst ein wichtiger Bestandteil unserer lebendigen Schulkultur ist. 

 

Lehrende:

Günter Gries

Carina Spanu

Ulrike Weck

 Schulinterner Lehrplan SII Kunst

 Aktuelle Arbeitsergebnisse aus dem Kunst-GK 12:

Tonfiguren I

Tonfiguren IV




Tonfiguren III

Tonfiguren II

 

Caravaggio I

Dürers Selbstportrait

Caravaggio II

 

Exkursionsbericht der Kunstkurse von Frau Weck und Frau Spanu

Schuljahr 2009/2010 nach Köln

Exkursionen fördern eine besonders intensive Auseinandersetzung mit Originalen der Kunstgeschichte und regen eine angeregte Diskussion über Kunst an. Daher sind sie ein zentraler Bestandteil der Oberstufenarbeit und ergänzen den Unterricht.

In der Jahrgangstufe 11 besichtigten wir bislang die zeitgenössische Ausstellung im Museum Baden in Solingen „Bergische Kunstausstellung" und das Wallraff-Richartz Museum in Köln, indem die Schätze aus der mittelalterlichen Kunst  und der Kunst der Renaissance auf unsere Schüler warteten.

 

Zwei Berichte von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Kunstkursen:

Geheimnisvolle Malerei

Am 11.12 um 10 Uhr am Bahnhof ging unsere Reise los. Die Kunstkurse der Jahrgangstufe 11 von Frau Spanu und Frau Weck besuchten gemeinsam das Museum Wallraf-Richartz in Köln. Hier sollten wir die Werke des Barock und der Romanik endlich im Original zu Gesicht bekommen. Wir haben zwei Epochen zu sehen bekommen. In der ersten Epoche, die romanische Malerei beinhaltete, zeigten sich die Anfänge der Malerei mit flächigem Hintergrund, dem Goldgrund und prächtigen Farben und wir zeichneten vor Ort direkt vor dem Gemälde und besprachen unsere ersten Eindrücke.

Es gab auch Zeit um selbstständig die Abteilungen zu durchwandern. Ein Bild blieb uns in einer anderen Abteilung besonders in Erinnerung: denn Rembrandts lächelndes Selbstbildnis bestand aus dicken Schichten mit Ölfarben. Das Bild war in einem gelblichen Farbton gemalt.

Das Geheimnisvolle der Malerei des Barock war, dass viele Werke Nahrungsmittel abbildeten, die eine weitere Bedeutung hatten. Sie waren Symbole, die die Künstler nutzten um versteckt aber für die damaligen Zeitgenossen klar, eine Nachricht zu überbringen.

Nach dem Museum ging unsere Exkursion weiter um eine gotische Kathedrale zu besichtigen, den Kölner Dom. Dort betrachteten wir besonders das neue Glasfenster, das erst im Jahr 2007 von Gerhard Richter gestaltet wurde. Zwei Schülerinnen hielten dort ein Referat.

Die Exkursion nach Köln war abwechslungsreich und künstlerisch sehr anregend. Wir haben viele historische Malereien kennen gelernt und die dazu jeweiligen Epochen.

(Viola Sinkwitz/Sevinc Icyer)

 Exkursion nach Köln

Kunstexkursion nach Köln ins Wallraf-Richartz- Museum 11. 12. 2009

Im Vorfeld haben wir schon viel über das Themengebiet der Gotik und der Renaissance gesprochen. Darum war unser Kurs sehr gut vorbereitet und wusste quasi, was im Museum auf ihn zukommen würde.

In Köln angekommen, sind wir ins Museum Wallraf-Richartz gegangen. Ich fand es gut, dass wir (im Museum) meistens frei gehen konnten und uns keine Führung aufgezwungen wurde, so hatte man genug Zeit, sich die Bilder  anzuschauen und die Kunst zu genießen. Natürlich war es auch gut, dass ein kleiner Vortrag gehalten wurde, der noch mehr Aufschluss über das Gemälde gab.

Der Abstecher in den Kölner Dom war nett, allerdings war es nicht ganz so gut, dort einen Vortrag zu halten, auch wenn die Referentinnen dies gut gelöst haben.

Mir hat zudem sehr gut gefallen, dass wir anschließend selbstständig in Köln rumlaufen durften und nicht wieder geschlossen zur Schule zurückfahren mussten.

Aber daran hat man ja  gesehen, dass wir uns benehmen können und deshalb fände ich es immer wieder positiv, eine Exkursion zu machen, da es sehr schön ist, nicht immer hinter der Schulbank zu sitzen und sich mit digitalen Bildern aus dem Internet zufrieden zu geben, weil ein Original vor der Nase zu haben, ist immer wieder etwas Besonderes und ist einfach noch anschaulicher.

(Moritz Matheis)