Das Fach Philosophie



"Philosophieunterricht ist dem Geist der Aufklärung und der Vernunftkultur verpflichtet. Er trägt in diesem Rahmen bei zur Bildung und Erziehung der Jugendlichen mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler zur allgemeinen Hochschulreife zu führen."
(Lehrplan Philosophie)

 "
Alle beginnen nämlich, wie gesagt, mit dem Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind.“

(Aristoteles)

 

Was ist das Gute?
Was ist das Böse?
Gibt es Gerechtigkeit?
Wie gelange ich zur richtigen Erkenntnis?
Gibt es eine letzte Wahrheit?
Was ist der Mensch?
Ist "Gut" und "Schön" identisch?
Wo (und wie) ist der ideale Staat?
Darf Wissenschaft alles?
Wo (und was) ist Gott?


Das Fach Philosophie ist für die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe eine Herausforderung - es verlangt viel von ihnen und scheint ihnen nur wenig zu geben: es verlangt Offenheit im Denken, Bereitschaft zum Nach-, Mit- und Weiterdenken (auch von machmal komplexen und schwierigen Texten), es entdeckt viele neue, hartnäckige und bohrende Fragen, es gibt aber selten Sicherheit in den Antworten, meist nur vorläufige Gewissheiten und oft ersetzt es den fest geglaubten Boden der eigenen Argumentation durch eine nur provisorische Sumpflandschaft von Vermutungen und  Hypothesen.

 

Immer aber verspricht es als Lohn die Freude an der eigenen Denkarbeit, es setzt an in Fragen, die uns immer schon beschäftigen, es enthüllt Zweifel, die wir immer schon hatten, und  - es lässt uns denken!

 

Als „normales“ Unterrichtsfach im Kanon der Oberstufe ist die Philosophie dabei dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich zugeordnet, sie kann als Grundkurs und als drittes (dann schriftlich) oder viertes (dann mündlich) Abiturfach gewählt werden.