Trainingsraum

Einrichtung eines speziellen Trainingsraums zur Verbesserung des Lern- und Unterrichtsklimas

Dieses Thema wurde im Januar 2007 auf unserer schulinternen Fortbildung durch eine externe Referentin vorgestellt. Die Grundidee des Konzeptes lässt sich in drei Regeln zusammenfassen:

Jede/r Lehrer/in hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
Jede/r Schüler/in hat das Recht, ungestört zu lernen.
Jede/r muss die Rechte der anderen respektieren.

Praktisch sieht das Konzept so aus, dass störende Schüler/innen nach einem bestimmten Ritual an die Regeln erinnert werden und bei einer weiteren Störung des Unterrichts in den Trainingsraum (manchmal auch Raum für verantwortliches Denken genannt) geschickt werden, um dort nach einem Gespräch an einer Vereinbarung zur Verhaltensänderung mit dem Ziel der Rückkehr in den Fachunterricht zu arbeiten. Allein das „Entferntsein von der Gruppe“ wirkt dabei stark disziplinierend. Der Arbeitstag in der Schule kann durch weniger Unterrichtstörungen auch weniger anstrengend sein. Andererseits muss betont werden, dass das nur funktionieren kann, wenn alle Schulbeteiligte die Regeln beachten und hinter dem Konzept stehen und danach handeln.

Ziel des Konzeptes ist die Verbesserung des Lern- und Unterrichtsklimas. Darüber hinaus soll den störenden Schülern geholfen werden, ihr Verhalten zu ändern. Das Konzept ist kein Allheilmittel für Disziplinprobleme, vielmehr soll es eine Hilfe zu einer selbstgesteuerten Verhaltensänderung sein. Die Schulkonferenz beschloss die sukzessive Einführung des Trainingsraums für die Jahrgänge 5 bis 10 ab dem Schuljahr 2007/2008. Mittlerweile wurde den Mitwirkungsgremien ein Erfahrungsbericht vorgelegt. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde 2009 die Fortführung des Modells beschlossen.