Verhaltenskodex für Bedienstete der Alexander-Coppel-Gesamtschule im Rahmen des Schutzkonzeptes gegen (sexualisierte) Gewalt (Stand 2025)
Leitgedanke der Alexander-Coppel-Gesamtschule
Wir an der ACG lernen voneinander, übereinander und miteinander.
Wir sind eine vielseitige Schule, an der sich alle sicher, wertgeschätzt und willkommen fühlen.
Verhaltensvereinbarungen für Lehrkräfte und Bedienstete im Umgang mit Schüler:innen
Die Einhaltung dieser Vereinbarungen dient sowohl dem Schutz der Lehrkräfte und Bediensteten als auch dem Schutz der Schüler:innen.
Die erwachsenen, an der ACG tätigen Personen, sind für den Schutz der Kinder und Jugendlichen, die die ACG besuchen, zuständig und sich ihrer Vorbildfunktion und ihrer Verantwortung bewusst.
Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte hören den Schüler:innen zu. Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte achten auf Interessen, Freuden, Bedürfnisse, Nöte, Schmerzen und Kummer von Kindern und Jugendlichen. Sie berücksichtigen ihre Belange und den subjektiven Sinn ihres Verhaltens.
Kinder und Jugendliche werden zu Selbstachtung und Anerkennung der anderen angeleitet und über ihre Rechte informiert. Die dauerhafte Zugehörigkeit aller zur Gemeinschaft wird gestärkt.
Schüler:innen werden wertschätzend angesprochen und behandelt.
Lehrkräfte und alle anderen Bediensteten sollen Kindern und Jugendlichen mit einer respektvollen und klaren Sprache begegnen, die frei ist von missverständlichen, zweideutigen (sexualisierten) Ausdrücken. Kinder und Jugendliche sind respektvoll und wertschätzend anzusprechen. Herabsetzende, spöttische oder bloßstellende Bemerkungen auch in Form von Ironie oder Sarkasmus sind zu unterlassen. Pädagogisches Handeln muss stets frei von entwürdigenden, beleidigenden oder verletzenden Formulierungen sein.
Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte reagieren auf verbale, tätliche oder mediale Verletzungen zwischen Schüler:innen und ignorieren diese nicht.
Herabsetzende oder ausgrenzende Reaktionen auf das Verhalten von Schüler:innen sind zu vermeiden.
Bei Rückmeldungen zum Verhalten werden bereits gelingende Verhaltensweisen benannt. Schritte zur guten Weiterentwicklung werden vereinbart.
Im Feedback zum Lernen wird das Erreichte benannt. Auf dieser Basis werden neue Lernschritte und förderliche Unterstützung besprochen. Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte sollen Produkte und Leistungen von Kindern und Jugendlichen nicht entwertend oder entmutigend kommentieren.
Körperkontakte zwischen Lehrkräften und Schüler:innen, die über das Händeschütteln hinausgehen sind zu vermeiden. Darüberhinausgehende Körperkontakte sind mit größter Besonnenheit auf ihre Notwendigkeit und Angemessenheit zu überprüfen.
Es ist zu beachten, dass eine unangemessene Vermischung von beruflichem und privaten Leben zu vermeiden ist.
Grundsätzlich gilt, dass sich alle an der Schule beschäftigten Personen in allen schulischen und außerschulischen Kontexten, bei denen es zu Begegnungen mit Schüler:inen kommt, an den Verhaltenskodex sowie an das Schulgesetz zu halten haben.
Die Weitergabe von Informationen aus dem Privatleben, die über das übliche Maß hinausgehen (z.B. Zeigen von Fotos in unangemessener Kleidung, Weitergabe intimer Details aus dem Privat- oder Familienleben etc.) ist zu unterlassen. Schüler:innen dürfen nur mit deren vorherigem Einverständnis fotografiert werden.
Einzelkontakte mit Schüler:innen und Austausch mit Schüler:innen-Gruppen finden über SDUI statt. Kontakt zwischen Kolleg:innen und Schüler:innen über Social Media ist erst nach Abgang der Schüler:innen von der Schule gestattet, wenn diese volljährig sind. Mit Minderjährigen muss der Kontakt über die berufliche Mailadresse erfolgen.
Die an der ACG beschäftigten Personen tragen Ihrer Vorbildfunktion entsprechend der Arbeitssituation angemessene Kleidung.
Die Mitnahme von Schüler:innen im privaten PKW ist gemäß Schulgesetz nicht gestattet. Abweichungen sind nur mit dem schriftlichen Einverständnis des Schulleiters und den Erziehungsberechtigten gestattet.
In 1:1- Gesprächssituationen in Räumen sind die Türen offen oder angelehnt zu halten. Das Schließen von Türen muss den Schüler:innen kommuniziert und mit diesen abgesprochen werden.
An der ACG herrscht eine offene Fehlerkultur:
Jeder Verdacht und jeder konkrete Hinweis wird ernst genommen – Schüler:innen befinden sich in einem hierarchischen Abhängigkeitsverhältnis und sind auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen.
Wahrgenommene Grenzüberschreitungen, Irritationen und eigene Unsicherheiten sollen und dürfen von allen Seiten angesprochen werden. Die gemeinsame kritische Reflexion und ein konstruktives, besonnenes Vorgehen bei Vorfällen und Fragestellungen hat oberste Priorität. Bei problematischen Vorgängen und in unklaren Situationen werden Expert:innen und Fachberatungsstellen zur Beratung hinzugezogen.
Bedienstete und Schutzbefohlene können sich auf den Rückhalt und die Fürsorge der Schulleitung verlassen. Vorverurteilungen und vorschnelle Reaktionen sind zu vermeiden.
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Name, Vorname (in Druckbuchstaben) Geburtsdatum
Solingen, den __________________ ____________________________________________ Unterschrift
