Emilia in Florenz, Italien

Ich hatte die Möglichkeit, drei Wochen in Empoli bei Florenz in Italien zu verbringen.
Dort war ich in einem Friseursalon und konnte den Beruf der Friseurin besser
kennenlernen.

Im Salon habe ich bei kleinen Aufgaben geholfen, zum Beispiel sauber gemacht und
auf Hygiene geachtet und Kunden Außerdem durfte ich zusehen wie die Kundinnen
und Kunden bedient werden und der Friseurin assistieren . So habe ich einen guten
Einblick in den Beruf bekommen.

In Italien läuft die Ausbildung anders als in Deutschland. Dort gibt es keine duale
Ausbildung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet hauptsächlich in der
Schule statt. Praktika sind nur während der Ausbildung erlaubt. Deshalb durfte ich
eigentlich gar kein Praktikum machen. Die Besitzerin des Salons musste extra einen
Antrag stellen, damit ich dort mitarbeiten durfte. Trotzdem durfte ich nur ungefähr
drei Stunden am Tag im Salon sein.

Besonders gut gefallen hat mir, dass ich viele neue Erfahrungen im Ausland
sammeln konnte. Ich habe nette Menschen kennengelernt und meine
Italienischkenntnisse verbessert. Außerdem habe ich mehr Selbstvertrauen
bekommen, weil ich mich in einem anderen Land und in einer neuen Umgebung
zurechtfinden musste.

Neben dem Praktikum konnte ich auch meine Familie besuchen, die in der Nähe
wohnt. Das schöne Wetter war natürlich auch ein großer Pluspunkt. Außerdem habe
ich noch andere Orte in Italien besucht, zum Beispiel Pisa.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde!

Emilia

Marwin in Budziska, Polen

Mein dreiwöchiges Auslandspraktikum durfte ich auf einem Milchviehbetrieb in Budziska, Polen, absolvieren. Budziska ist ein kleines Dorf in Schlesien. Mit diesem Ort bin ich sehr verbunden, da ein Großteil meiner Familie dort noch lebt.

Der familiengeführte Betrieb von Maria und Roman Wiencierz beschäftigt sieben Mitarbeiter und hält etwa 1.000 Milchkühe. Er gehört zu den modernsten Milchviehbetrieben Polens. Im Jahr 2016 wurde nach einer umfangreichen Sanierung ein neuer Kuhstall eröffnet. Durch die moderne Ausstattung verbesserte sich sowohl der Komfort für die Tiere als auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter.

Den Betrieb kenne ich schon seit meiner Kindheit. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, dort mein Praktikum absolvieren zu dürfen. So konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln und den Arbeitsalltag auf einem großen Milchviehbetrieb kennenlernen.

Mein Arbeitstag begann meistens um 6:30 Uhr. Jeden Tag fuhr ich mit dem Fahrrad zum Betrieb. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten das Ausmisten und Einstreuen der Ställe, die Versorgung und Kontrolle der Tiere, die Reinigung der Maschinen sowie verschiedene Arbeiten auf dem Hof. Am interessantesten fand ich jedoch die Arbeit mit den Traktoren auf den Feldern.

Um 12 Uhr gab es eine gemeinsame Mittagspause. Maria kochte jeden Tag frisch für ihre Mitarbeiter. Da ich nur sechs Stunden täglich arbeiten durfte, hatte ich nachmittags Zeit, mich mit Freunden zu treffen. Wir haben fast jeden Tag etwas unternommen. Dabei konnte ich meine Polnischkenntnisse deutlich verbessern.

Das Schulsystem in Polen unterscheidet sich stark von dem in Deutschland. Ein Schülerpraktikum während der Schulzeit, wie es bei uns üblich ist, gibt es dort nicht. Deshalb fanden es viele besonders interessant, dass ich mein Praktikum im Ausland absolvieren konnte. Die Gehälter sind in Polen im Vergleich zu Deutschland etwas niedriger. Ein Hilfsarbeiter auf dem Hof verdient dort etwa 2.000 Euro im Monat.

Trotz der körperlich anstrengenden Arbeit hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und einen realistischen Einblick in den Beruf des Landwirts erhalten. Dabei wurde mir bewusst, wie wichtig die Landwirtschaft für unsere Gesellschaft ist. Außerdem trägt ein Landwirt eine große Verantwortung – nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die vielen Tiere. An dieses Praktikum werde ich mich gerne zurückerinnern.

Marwin