Gemeinsam für Menschenrechte – ACG zu Besuch in Tilburg
Eine Woche voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und wichtiger Erkenntnisse: Vom 04.02.2026 bis zum 11.02.2026 nahmen die Schüler:innen der Jahrgänge 8 und 9 im Rahmen des Erasmus+-Programms an einem Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Tilburg (Niederlande) teil. Im Mittelpunkt der Austauschwoche stand das Thema Menschenrechte – ein Thema, das die Jugendlichen nicht nur im Unterricht beschäftigte, sondern an vielen besonderen Orten und in gemeinsamen Aktivitäten ganz unmittelbar erlebbar wurde.
Geschichte erleben in Den Haag
Ein besonderer Höhepunkt führte die Gruppe nach Den Haag. Dort besuchten die Schüler:innen das Oranjehotel, ein ehemaliges Gefängnis, das während der Zeit des Nationalsozialismus als Haftanstalt für Widerstandskämpferinnen genutzt wurde.
Bei einer Führung erhielten die Jugendlichen eindrucksvolle Einblicke in den historischen Kontext und in die persönlichen Schicksale der Inhaftierten. Anschließend erkundeten sie das Museum eigenständig und konnten die gewonnenen Eindrücke auf sich wirken lassen. Die Begegnung mit diesem historischen Ort machte deutlich, wie wertvoll Freiheit und Menschenrechte sind – und wie wichtig es ist, sie zu schützen.
Niederländischen Schulalltag kennenlernen
Am Freitag ging es zunächst an unsere niederländische Partnerschule. Dort erhielten die Schüler:innen spannende Einblicke in den Schulalltag und das Schulsystem der Niederlande. Schnell wurde deutlich: Auch wenn manches anders organisiert ist, gibt es viele Gemeinsamkeiten – und natürlich jede Menge Gesprächsstoff.
Anschließend wurde gemeinsam gearbeitet. In gemischten deutsch-niederländischen Gruppen beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Menschenrechte. Dabei entstanden anregende Diskussionen und kreative Ideen, die den interkulturellen Austausch zusätzlich bereicherten.
Tilburg entdecken – gemeinsam statt allein
Am Samstag war Teamgeist gefragt. Bei einer Stadtrallye erkundeten die gemischten deutsch-niederländischen Gruppen Tilburg und stellten sich dabei verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen.
Gemeinsam mussten Lösungen gefunden, Wege entdeckt und manchmal auch Sprachbarrieren überwunden werden. Dabei zeigte sich schnell: Wer miteinander kommuniziert, sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam an einem Ziel arbeitet, kommt weiter. Ganz nebenbei entstanden neue Freundschaften und viele gemeinsame Erinnerungen.
Ein Tag in den Gastfamilien
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der persönlichen Begegnung. Die Schüler:innen verbrachten den Tag in ihren Gastfamilien und erhielten dadurch besonders authentische Einblicke in den niederländischen Alltag, die Kultur und die Sprache.
Viele Familien unternahmen gemeinsame Ausflüge, beispielsweise in den Freizeitpark De Efteling, während andere den Tag bei Familienfeiern verbrachten. Gerade diese gemeinsamen Erlebnisse abseits des offiziellen Programms machten den Austausch besonders persönlich und wertvoll.
Menschenrechte gemeinsam gestalten
Am Montag wurden die Projektarbeiten zum Thema Menschenrechte weiterentwickelt und fertiggestellt. In gemischten Gruppen arbeiteten die Jugendlichen konzentriert an ihren Präsentationen und bereiteten die Ergebnisse für die abschließende Vorstellung vor.
Dabei entstanden vielfältige Perspektiven und kreative Beiträge. Besonders spannend war der Austausch darüber, wie junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern auf das Thema Menschenrechte blicken und welche Bedeutung diese für ihren eigenen Alltag haben.
Auf den Spuren von Anne Frank
Ein weiterer Höhepunkt der Woche war der Ausflug nach Amsterdam am Dienstag. Dort setzten sich die Jugendlichen mit einem besonders bewegenden Kapitel der Geschichte auseinander.
Beim Besuch des Anne-Frank-Hauses erfuhren sie mehr über das Leben von Anne Frank sowie über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust. Der Besuch dieses authentischen Erinnerungsortes hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck und machte eindringlich deutlich, dass Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind.
Eine Woche, die bleibt
Der Erasmus+-Schüleraustausch war für alle Beteiligten eine bereichernde und prägende Erfahrung. Die Schüler:innen erweiterten nicht nur ihre Sprachkenntnisse und lernten die niederländische Kultur aus nächster Nähe kennen, sondern setzten sich auch intensiv mit einem gesellschaftlich wichtigen und bis heute aktuellen Thema auseinander.
Die Verbindung von historischem Lernen, interkultureller Begegnung und gemeinsamer Projektarbeit machte die Austauschwoche zu etwas Besonderem. Neue Freundschaften entstanden, Perspektiven wurden ausgetauscht und Grenzen wurden überwunden – sprachlich, kulturell und manchmal auch ganz persönlich.
Am Ende blieb vor allem eine Erkenntnis: Menschenrechte verbinden uns – unabhängig davon, wo wir leben, welche Sprache wir sprechen oder aus welchem Land wir kommen.
Eine Woche, die nicht nur viel Neues vermittelt hat, sondern vor allem eines geschaffen hat: gemeinsame Erinnerungen, neue Freundschaften und ein stärkeres Bewusstsein dafür, was uns miteinander verbindet.














