Wir in Spanien? Nein, im Baskenland!
Dank des Erasmus+ Programms hatte der Projektkurs „Internationale Beziehungen“ der Jahrgangsstufe Q1 vom 16.03.25 bis zum 23.03.25 die einmalige und auch lehrreiche Gelegenheit einen Austausch mit dem ,,Instituto de Educación Secundaria Zaraobe”, in Amurrio, durchzuführen. Zusammen mit einer Gruppe Schüler:innen und einer Handvoll Lehrender der Schule konnten wir mehr über das “Kulturerbe” des Baskenlands lernen.

Durch diese Reise haben wir viel über die Geschichte der Basken gelernt – auch wie sehr die Menschen und ihre Kultur lange Zeit unterdrückt wurden.
Und natürlich gab es neben den historischen Aspekten noch viel mehr zu lernen. Uns wurde gezeigt, dass baskisch kein “spanischer Akzent” ist, wie man zuerst vielleicht denken mag, sondern dass es eine eigene Sprache ist. Sie leben eine eigene baskische Kultur und vielfältige Traditionen, wovon sie uns am ersten Tag in der Schule mit Hilfe von PPPs berichtet haben. So erlebten wir auch, dass der Unterricht in der Schule auf Baskisch stattfindet und dass sie sehr stolz drauf sind, Basken zu sein.
So haben wir dank der Lehrenden, Schüler:innen und Tourguides eines unserer Ziele, das kulturelle Erbe zu erleben, erreichen können.

Was haben wir dort genau gemacht? Was haben wir erlebt?
Wir haben über das Regime Francos und seine Machenschaften mit den anderen ehemaligen Diktatoren gelernt, wie er die Leben der Menschen z.B. in Gernika und vielen anderen Städte zur Hölle gemacht hat, uns über den Bürgerkrieg erkundigt und nach Monumenten Ausschau gehalten. Darüber hinaus haben wir aber auch Strände und größere Städte besucht, neues Essen probiert und viel mit unseren Gastgeschwistern und Gastfamilien unternommen.

Wieso sind wir nach Amurrio gefahren?
Zu Beginn des Projekt Kurses haben wir uns viel mit verschiedenen ausländischen Schulen auseinandergesetzt. Durch das ,,e-Twinning“ -Portal bekamen wir eine Plattform, auf der wir Informationen teilen und teils auch präsentieren konnten. Besonders spannend waren die Stunden, in denen es zu einem Videocall mit der jeweiligen Klasse einer anderen Schule kam. Wir haben sogar einmal gleichzeitig mit Klassen aus Lettland, St. Martin (eine Insel in der Karibik, die aber zu Frankreich gehört), Frankreich, Spanien und der Türkei einen Videocall durchgeführt. Einige von uns schreiben heute immer noch mit Schüler:innen aus den verschiedenen Ländern.
Das Erasmus+ Programm hat uns allen den Horizont erweitert und viel gelehrt. Ich hoffe, dass dieser Kurs in Zukunft bestehen bleibt und so viele andere Schüler:innen auch die Erfahrungen machen können, neue Menschen kennenzulernen und sich anderen Kulturen zu öffnen.
Hier noch ein paar Kommentare über die Reise:
Moritz:
Mir hat es sehr gut gefallen, Erinnerungen und Momente, die ich nicht vergessen werde.
Lea:
Es war eine richtig tolle Fahrt und hat mir persönlich viele neue Erfahrung gegeben. Besonders die Menschen, mit denen wir die Woche bleiben durften, waren sehr nett und zuvorkommend. Alle waren sehr gastfreundlich, emphatisch und haben meine Erwartungen übertroffen. Ich freue mich sehr auf ihre Ankunft hier in Deutschland.
Jessica:
Die Reise hat mir neue Einblicke verschafft. Die Geschichte Gernikas, das Franco Regime und auch die kulturellen Sachen wie ihr Essen und die Sprache haben sehr Spaß gemacht, neues darüber zu lernen und verliehen einen neuen Einblick in die Geschichte. Aber die Menschen waren mindestens genauso schön kennenzulernen und mit ihnen konnte man letztendlich die schöne Zeit gut verbringen.
Nihal:
Neues über all die verschiedenen Orte im Baskenland zu lernen war sehr cool, ich finde es nur schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten und mehr Städte und deren Geschichten ansehen
Selin Kocaman
Mein Fazit:
Der Schüleraustausch in Amurrio war für mich eine sehr wertvolle und sinnvolle Erfahrung. Durch den Aufenthalt konnte ich nicht nur meine sprachlichen Fähigkeiten verbessern, sondern auch tiefe Einblicke in die Kultur und Lebensweise des Baskenlands gewinnen. Der direkte Kontakt mit den Menschen vor Ort, das Leben in einer Gastfamilie und der Schulalltag haben mir geholfen, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und offener für andere Perspektiven zu werden. Ich habe viele neue Freundschaften geschlossen und Erfahrungen gesammelt, die mich persönlich weitergebracht haben. Insgesamt blicke ich sehr dankbar auf diese Zeit zurück – sie war nicht nur schön, sondern auch lehrreich und bereichernd in vielerlei Hinsicht. Und ich bin sehr dankbar dies im Rahmen des Erasmus Projektes erleben zu dürfen.konnten.



