Erasmus+ Fortbildung in Helsinki

Da bin ich endlich in Helsinki, aufgeregt und neugierig. Eine Woche lang begleitet mich das Seminar „Outside the Classroom – the Finnish School System“. Vorab haben mich einige Fragen beschäftigt: Warum sind die Finnen das neunte Mal in Folge laut „Happy Index Report“ das glücklichste Volk der Welt? Warum sind finnische Schüler im internationalen Vergleich sehr erfolgreich und zufrieden zugleich? Die Antworten suche ich in den nächsten Tagen.

Die Stadt begegnet mir ruhig und sonnig. Dieser Eindruck bleibt die ganze Woche. Ständig sieht man Schulgruppen durch die Stadt ziehen.

Wir sind 24 Lehrerinnen und ein Lehrer aus der ganzen EU. Zusammen lernen wir auch außerhalb des Schulgebäudes, vor allem in der Bücherei „Oodi“ (übersetzt „Ode“), dem Herzen der Stadt, die an allen Tagen der Woche geöffnet ist. Es ist ein erhabener Bau, wie ein Organ oder eine riesige Muschel, der sich sehr lang über den ganzen Platz erstreckt. Dieser Ort bietet mehr als Bücher: Man kann nähen, musizieren, Sportgeräte für draußen ausleihen, einen Podcast erstellen, 3D-drucken, Schach spielen oder einfach „abhängen“. Alles gratis. Zwischen den Büchern imponiert der Blick auf das Parlament, wenn man möchte mit Kaffee und Zimtschnecke, auch auf einer Dachterrasse. Das Vordach ist so konzipiert, dass die Stimmen der Demonstranten auf dem Vorplatz des Parlaments, falls gegeben, verstärkt werden, damit sie besser gehört werden.

Schüler besuchen das Oodi übrigens mit der Schule einmal im Monat.

Es sind viele Dinge, die mich bewegen.
Interessante, unterschiedliche und kurze Eindrücke sind folgende:

• Die Kinder gehen alleine zur Schule und auch alleine zurück.
• In den Pausen sind alle draußen, auch in den kurzen, egal bei welchem Wetter.
• Alles, was mit Bildung in der Schule zu tun hat, vom Mittagessen bis hin zum Material, ist kostenlos.
• Schule findet immer statt. Es gibt kein Kälte- oder Hitzefrei.
• Unterricht findet oft außerhalb des Klassenraumes statt, im Wald, im Museum etc.
• Finnische Kinder haben kurze Schulstunden und viele Pausen zum Spielen.
• Im Curriculum ist das „Phenomenon Based Learning“ (phänomenbasiertes Lernen) verankert. Alltagsnahe, lokale Themen der Schüler werden hierbei von verschiedenen Wissenschaften praxisnah betrachtet und untersucht, um schülernäher zu sein.
• Am 13.10. feiern die Finnen den „Happy Failure Day“. So soll man Fehler ehren, da man an ihnen wächst und sie einen das Leben lehren.
• Die Sauna ist Weltkulturerbe. Es existieren mehr Saunen als Autos in Finnland. In der Sauna trägt man Badesachen und es wird dort diskutiert, geschwiegen und Bier getrunken. Finnische Kinder gehen mit 6 Monaten das erste Mal, einer Taufe gleich, in die Sauna.

Am meisten beeindruckt mich jedoch ein Phänomen namens „Sisu“. Die innere Stärke, das Durchhaltevermögen, das Selbstvertrauen, die Motivation – das „Sisu“ in dir. Es wird von klein auf im Elternhaus und in der Schule gefördert.

Am Ende der Woche bekommen wir Lehrer alle ein Zertifikat, fühlen uns näher und mehr verbunden. Wir haben gemerkt, dass wir alle ähnliche Probleme in der Schule haben und wie ähnlich wir uns sind. Der europäische Gedanke trägt uns.

Und der Eindruck von den Finnen am Ende?
Die Finnen kämpfen jedes Jahr mit einem langen, dunklen Winter. Aufgrund von Maßnahmen in den 1990er-Jahren konnten nachweislich Erfolge für die mentale Gesundheit erlangt werden. Der zufriedene Finne zeigt sein Wohlbefinden nicht expressiv, indem er singend oder tanzend durch die Straßen zieht. Das Glück scheint tiefer zu sitzen. Er ist eher ein in sich ruhender, selbstzufriedener Mensch, verbunden mit sich und seiner Umwelt. Er weiß, dass er sich auf sein „Sisu“ verlassen kann.

Sehr dankbar bin ich, dass ich diese Erfahrungen sammeln konnte. Finnland hat bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Kittos!
Natalie Nickel

 

Erfolgreiches Projekt der Garten-AG

Nachdem die Garten-AG und die Draußenklassen die Sitzgelegenheiten mit Wildblumensamen und verschiedenen Pflanzen gestaltet haben, zeigt sich nun, wie erfolgreich das Projekt war. Die ausgesäten Samen sind aufgegangen und die ersten Pflanzen wachsen bereits kräftig. Nun freuen wir uns auf eine bunte Blumenpracht, die in den kommenden Wochen unser Schulgelände verschönern wird.

Auch die selbst gestalteten Schilder der Garten-AG haben bereits ihren Platz in den Beeten gefunden. Sie setzen farbenfrohe Akzente und tragen dazu bei, unsere Schule noch freundlicher, lebendiger und naturnaher zu gestalten. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung unserer kleinen Blühflächen!

K. Kodžoman

Erfolg beim Dechemax-Wettbewerb: Auf nach Frankfurt!

Habt ihr gewusst, dass man aus stinknormaler Kartoffelstärke die Verpackung der Zukunft machen kann? Wir haben genau das ausprobiert – und damit beim bundesweiten DECHEMAX-Chemiewettbewerb gewonnen.

Schon im November ging es mit der ersten Runde los, in der wir mit rund 1.700 anderen Teams über mehrere Wochen online Fragen rund um Chemie und Bio beantworten mussten. Erst als wir das geschafft hatten, durften wir in der zweiten Runde weitermachen.

Das Thema des gesamten Wettbewerbs war

„Circular Economy – Kreislauf statt Sackgasse: Ressourcen innovativ gedacht“.

In dieser Finalrunde mussten wir dann ein maximal 90-sekündiges Video drehen, in dem wir ein chemisches Experiment erklären. Es gab 375 Einsendungen in der Video-Runde aus ganz Deutschland – und unser Video gehört zu den drei besten!

Unser Versuch hieß „Die Stärke der Stärke – vom Acker zur Folie“. Wir haben uns wie echte Verfahrenstechniker gefühlt: Stärke, Wasser und Glycerin zusammengemischt, erhitzt und am Ende tatsächlich eine eigene Biokunststoff-Folie hergestellt.

Tobin und Niklas

Meine Erasmus-Erfahrung in Italien

Ich hatte die Möglichkeit, drei Wochen in Empoli bei Florenz in Italien zu verbringen.
Dort war ich in einem Friseursalon und konnte den Beruf der Friseurin besser
kennenlernen.

Im Salon habe ich bei kleinen Aufgaben geholfen, zum Beispiel sauber gemacht und
auf Hygiene geachtet und Kunden Außerdem durfte ich zusehen wie die Kundinnen
und Kunden bedient werden und der Friseurin assistieren . So habe ich einen guten
Einblick in den Beruf bekommen.

In Italien läuft die Ausbildung anders als in Deutschland. Dort gibt es keine duale
Ausbildung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet hauptsächlich in der
Schule statt. Praktika sind nur während der Ausbildung erlaubt. Deshalb durfte ich
eigentlich gar kein Praktikum machen. Die Besitzerin des Salons musste extra einen
Antrag stellen, damit ich dort mitarbeiten durfte. Trotzdem durfte ich nur ungefähr
drei Stunden am Tag im Salon sein.

Besonders gut gefallen hat mir, dass ich viele neue Erfahrungen im Ausland
sammeln konnte. Ich habe nette Menschen kennengelernt und meine
Italienischkenntnisse verbessert. Außerdem habe ich mehr Selbstvertrauen
bekommen, weil ich mich in einem anderen Land und in einer neuen Umgebung
zurechtfinden musste.

Neben dem Praktikum konnte ich auch meine Familie besuchen, die in der Nähe
wohnt. Das schöne Wetter war natürlich auch ein großer Pluspunkt. Außerdem habe
ich noch andere Orte in Italien besucht, zum Beispiel Pisa.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde!

Emilia

Beitrag unserer Jahrgangsstufe EF in der UNESCO-Filmrolle gegen Antisemitismus

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF haben im Geschichtsunterricht bei Herrn Teepe einen Filmbeitrag für das UNESCO-Projekt „Filmrolle gegen Antisemitismus“ erstellt. Die nun veröffentlichte Filmrolle vereint Beiträge verschiedener UNESCO-Projektschulen und setzt ein gemeinsames Zeichen für Toleranz, Respekt und gegen jede Form von Antisemitismus.

Wir freuen uns, dass auch Ausschnitte aus dem Beitrag unserer Schülerinnen und Schüler Teil dieses wichtigen Projekts geworden sind und veröffentlicht werden konnten.

Die Filmrolle kann hier angesehen werden:

UNESCO-Filmrolle gegen Antisemitismus

Wir danken allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Herrn Teepe für ihr Engagement und ihren Beitrag zu diesem wichtigen Thema!